Lia Louis - Jedes Jahr im Juni




"Jedes Jahr im Juni" von Lia Louis // Rezensionsexemplar

Lia Louis hat mit Ihrem Roman offensichtlich einen "Internationalen Bestseller zum Valentinstag 2021" geschaffen. Wenn man dem Zitat auf dem Buch glauben schenken darf, ist "Dieses Buch einfach perfekt!" Ihr ahnt vielleicht schon, in welche Richtung meine Rezension geht. Sie wird nicht mit der Bewertung "perfekt" ausfallen.

Fangen wir doch mit dem schönen Cover und dem unpassenden Buchtitel an.

Der englische Titel "Dear Emmie Blue", passt so viel besser zum Inhalt und hätte entspannt mit "Liebe Emmie Blue" o.Ä ,umgesetzt werden können.

Der Titel passt hervorragend zum Klappentext, der Klappentext passt leider nicht optimal zum Buch. Also, ihr könnt es euch denken, der Titel , sowie der Klappentext passen, meiner Meinung nach, nicht zum Buch. Der englische Titel hätte so viel mehr Sinn und Freude bei uns Lesern ergeben.

Wie Ihr dem Klappentext entnehmen könnt, lässt Emmie Blue einen roten (!) Luftballon mit einer Karte und Ihrer E-mail Adresse in den Himmel steigen, die dann von Lucas gefunden wird. Daraufhin treffen die beiden sich jedes Jahr, allerdings auch dazwischen, am selben Ort. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, warum ich hinter >>roten(!)<< ein Ausrufungszeichen gesetzt habe. Schaut euch doch nochmal kurz das Cover an, auch eine Sache die mich total nervt, weil dort nämlich ein gelber abgebildet ist. Pingelig ? Eventuell. Dennoch passt somit der Inhalt weder gut zum Klappentext, noch zum Titel, noch zum Cover. Und die Blumen? Die passen auch einfach nicht, ich erinnere mich an keine Blumen, die so präsent gewesen sind, dass sie auf das Cover gehören. Viele werden das wahrscheinlich als "kleinlich" bezeichnen, aber ich finde es schon wichtig, wenn das Cover zum Inhalt passt.

Der Anfang verläuft sehr schleppend. Böse Zungen, huch, ich bin ja eine, würden behaupten, dass der Anfang langweilig ist. Viele sinnlose Details werden beschrieben und benannt. Was mir allerdings zielich schwer gefallen ist, waren die Zeitsprünge in den einzelnen Sätzen. In einem Moment sind sie an Ort xy und im nächsten Satz sind sie in der Vergangenheit. Allerdings komplett aus dem Kontext gerissen und überhaupt nicht nötig für die aktuelle Situation. Das passiert leider oft. Sehr oft. Ständig.

In der Geschichte geht es nicht nur um Emmie und Lucas, sondern es geht auch um ihre Eltern. Ebenfalls eine Sache, die eigentlich nicht so ausschweifend und detailliert hätte beschrieben werden müssen.

Die Geschichte hätte so viel mehr sein können, als sie letztendlich war. So viel intensiver und packender. Leider geht der Charme der Geschichte an den vielen sinnlosen Details und Erzählungen verloren. Bei der Intensität der Emotionen ist es leider ähnlich. Die vielen zeitsprünge -sinnlos- machen leider die Emotionen zunichte.

Die drei Sterne gibt es also für die nette Idee und das versteckte Potential. Wahrscheilich ist es eines der Bücher, die man in der Originalsprache lesen muss

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