Geliebte Ronja: Unser Wunschkind hat das Down Syndrom

von Gundula Rath-Bingart


-Rezensionsexemplar- via Bloggerportal

Gebundene Ausgabe : 224 Seiten

Preis: 20€

Erschienen im Kösel Verlag


Sachbuch


www.penguinrandomhouse.com



Was ist denn schon normal?


Ronja ist ein absolutes Wunschkind und ganz wunderbar. Sie hat bezaubernde blonde Locken, das süßeste Lachen – und das Downsyndrom. In der 26. Schwangerschaftswoche erfuhren ihre Eltern, das Ronja mit einem Chromosom zu viel und einem löchrigen Herzen auf die Welt kommen würde. Alle Vorstellungen und Erwartungen, die sie für ihr Leben mit Baby hatten, wurden auf den Kopf gestellt. Trotzdem war schnell klar: Ronja wird geliebt und ist willkommen, genau wie sie ist.

Mit großer Offenheit und voller Optimismus schreibt Gundula Rath-Bingart über die ersten zwei Jahre mit ihrer besonderen kleinen Tochter. Und sie stellt fest: Ihr Alltag ist meistens genauso wundervoll und wenig normal wie bei vielen anderen jungen Eltern auch. Schwierig wird es vor allem dann, wenn die Bürokratie unsinnige Hürden aufstellt oder Vorurteile anderer die Eltern behinderter Kinder in eine ungewollte Rechtfertigungshaltung drängen. Dagegen wehrt Ronjas Mutter sich selbstbewusst. Was ist schließlich schon normal? Und wer definiert das?

Dieses Buch will anderen Eltern Mut machen. Ein moderner, positiver Blick auf das Eltern- und Muttersein, Pränataldiagnostik und unseren Umgang mit Menschen mit Behinderung.


Als Mutter einer Tochter mit dem Mowat-Wilson-Syndrom , bin ich immer wieder neugierig darüber, was andere Familien für Geschichten und Erfahrungen mit uns teilen wollen.

Als ich Gundula und Ronja's Geschichte , ihr Leben und ihre Eindrücke aus dem Alltag entdeckt habe, war ich ganz gespannt darauf, die zwei kennenzulernen.


"Egal, ob Junge oder Mädchen- Hauptsache gesund."


Das ist doch der Wunsch aller werdender Eltern.

Aber was wenn nicht?


Diese Frage stellt sich tatsächlich kaum jemand während der Schwangerschaft.


Kritisch, humorvoll , reflektierend und voller Liebe. So fliegt man durch die einzelne Zeilen und Kapitel. Viele Erfahrungen haben auch mein Mann und ich während der vergangenen drei Lebensjahre unserer Tochter Mattea gemacht. Zwar hat sie nicht das eine zusätzliche Chromosom, allerdings ähnliche Hindernisse.

Wir haben uns sehr oft wiedererkannt und irgendwie auch verbunden gefühlt.


Die konstruktiven Vorschläge, wie unsere Gesellschaft bunter und inklusive wird, kann ich nur so unterschreiben.


Ich hoffe, dass Ronja's Geschichte noch ganz oft gelesen wird. Nicht nur von (werdenden) Eltern.




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